Der KIWANIS CLUB Kitzbühel steigert die Lebensqualität einer jungen Frau mit Behinderung
Eine junge Frau aus der Region kämpft seit ihrer Kindheit gegen Morbus Bechterew. Im Mai 2023 folgte eine weitere niederschmetternde Diagnose: Multiple Sklerose (MS) – vermutlich eine Folge der langjährigen Medikation gegen Morbus Bechterew. Aufgrund dieser Erkrankung muss sie nun ihren Alltag im Rollstuhl bewältigen.
Um ihr die Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden zurückzugeben, finanzierte der KIWANIS CLUB Kitzbühel den Umbau des Sanitärbereichs. Wo zuvor getrennte, enge Räume die Nutzung mit dem Rollstuhl verhinderten, entstand ein moderner, barrierefreier Raum. Eine verbreiterte Schiebetür ermöglicht nun den barrierefreien Zugang zum Badezimmer, das mit Sitzdusche, Dusch-WC, unterfahrbarem Waschtisch und behindertengerechten Haltegriffen ausgestattet wurde.
Durch ihre Erkrankung wurde die junge Frau extrem lichtempfindlich, weshalb sie oft auch drinnen eine Sonnenbrille trägt. Ein neu installiertes, dimmbares Lichtsystem ermöglicht ihr nun eine sichere Nutzung des Bades ohne Blendung.
Die Gesamtkosten von knapp 30.000 Euro wurden durch Spenden finanziert; primär durch die Einnahmen der jährlichen „Faschings-krapfen-Aktion“ des KIWANIS CLUB Kitzbühel. Ein Projekt dieser Größenordnung erfordert starke Partner mit Herz. Ein besonderer Dank gilt daher dem Generalunternehmer Rieder Bau Schwoich mit Bauleiter Patrik Rohm sowie dem Architekten Herbert Embacher vom KIWANIS CLUB Kitzbühel. Gemeinsam mit allen Professionisten setzten sie das Vorhaben fachlich versiert, mit großer Umsicht und Empathie um und ermöglichten dadurch einen reibungslosen Umbau.
Die junge Frau bedankte sich recht herzlich mit den Worten: „Diese Umgestaltung bedeutet eine enorme Steigerung meiner Lebensqualität und meiner Selbstständigkeit, da ich nun wieder selbst entscheiden, wann ich dusche und dafür keine fremde Hilfe mehr in Anspruch nehmen muss.“
Der KIWANIS CLUB Kitzbühel beweist mit diesem Projekt erneut, wie regionale Solidarität wirkt: unbürokratisch, direkt und lebensverbessernd, und bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses große Charity-Projekt so erfolgreich umgesetzt werden konnte.
Artikel verfasst von Mag. Walter Thomas Hauser, KC Kitzbühel

